Frankendosis Blog

Beiträge mit Schlagwort ‘Kastration’

Kastration und bestimmte Intelligenzbestien in Unterfranken

Tierschutz geht uns alle an.
Man sollte Eier von freilaufenden Hühnern kaufen, keine Pelzmäntel tragen und keine Dackel verdreschen.
Soweit sind sich wohl die meisten noch einig.

Das auch Katzen Tiere sind, kriegt dann auch noch der Großteil der Bevölkerung ins Hirn.

Das Katzen aber genau so schützenswert sind und auch geschützt werden müssen, wie die Nerze und Füchse, denen Profitgeier die Felle abziehen wollen, findet schon ein guter Teil der Menschen extrem verwunderlich.

Katzen sind hochgradig domestizierte Tiere, in vielen Gegenden sind außerdem ihre Beutetiere und somit ihre Nahrung auf ein Minimum geschrumpft.

Katzen vermehren sich sehr schnell, mittlerweile gibt es so viele, die ein Zuhause suchen, dass es Zeit wird, die Ammenmärchen von wegen „kastrierte Tiere fangen keine Mäuse mehr“ oder „eine Katze sollte einmal Babys bekommen, bevor sie kastriert wird, sonst ist das ungesund“ für immer einzupacken. Genau wie die Methoden, sie loszuwerden, wenns dann doch zu viele werden. Ersäufen, vor dem Tierheim oder mitten im Wald aussetzen oder erschlagen sind KEINE adäquaten Mittel, überzählige Jungtiere loszuwerden. Es ist grausam, moralisch verwerflich und obendrein rechtlich verboten.

Katzen und Kater gehören kastriert!!! 

Ein besonders „schönes“ Beispiel, dass diese Tatsache noch nicht mal in allen Köpfen der obersten Bildungsschichten angekommen ist, ist derzeit in einem beschaulichen Örtchen Unterfrankens zu bestaunen.

Dort haben sich einige private, sehr engagierte Tierschützer mit dem hiesigen Tierschutzverein zusammengetan, um die Streunerkatzen aus dem Schlosspark  einzufangen, aus privaten Mitteln kastrieren zu lassen und wieder dorthin zurückzubringen.
Futterstellen, damit die Tiere nicht hungern müssen, sind dort genug vorhanden, die stellt die Nachbarschaft, auch wenn dort nicht immer das Richtige gefüttert wird, und auch nicht besonders hochwertig.

So haben sich leider die Streuner exponentiell vermehrt in den letzten Jahren, die Population steigt von Jahr zu Jahr.

Nun ging es also vor ein paar Tagen daran, die ersten Fallen aufzustellen um die Tiere nach und nach kastrieren zu lassen.

Allerdings wird die Aktion nun von manchen Anwohnern aus bildungsnahen Schichten (sprich studierten, man sollte es kaum glauben) boykottiert. Denn, wenn die Katzen kastriert sind, was ja sowieso total „widernatürlich“ ist, gibt es ja keine „süßen Babies“ mehr. Wenn es sie nicht mehr gibt, gehts denen dann natürlich auch nicht mehr so schlecht, dass man sie, wie ebenfalls geschehen, „hobbymäßig“ über den Winter päppeln kann.  Wenn man sie nicht päppelt, sterben sie halt, und das nennt sich dann natürliche Auslese, die natürlich viel besser ist als widernatürliche Kastration.

Soweit so schön, nach der ersten Nacht waren drei von vier Fallen leer. Die vierte hatte zwar ausgelöst, allerdings war sie danach von Menschenhand deaktiviert worden. Dreimal darf man raten, wer das nun wohl gewesen sein könnte.

Liebe so auf Natürlichkeit getrimmte Mitbürger,
überlegt euch doch einmal, ob man Menschen dann nächstes Mal nicht auch lieber natürlich an einem Blindarmdurchbruch elendig weil ohne widernatürliche Schmerzmittel krepieren lässt, als sie widernatürlich zu operieren.

Mit anderen Worten: So einen Bullshit habe ich noch selten gehört und ich beiße gerade vor Wut in die Schreibtischkante, wenn ich nur dran denke!

Wie kann man nur so dämlich ticken!!!!

An alle da draußen: Bitte BITTE lasst euere Katzen kastrieren und schaut auch bei dem Streunerelend hin. Es gibt so viel davon.

Advertisements