Frankendosis Blog

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DAS Alleinfuttermittel für Katzen: Krabbensalat

Ab und an sehe ich mir samstags gern „Hund Katze Maus“ auf Vox an.

Nicht unbedingt, um relevante Informationen über meine Vierbeiner zu bekommen. Eher um etwas Tierklatsch und Tratsch mitzubekommen. Und ein leichtes Schmunzeln ist immer dabei.

Heute ging es um eine Katze mit verkrüppelten Pfötchen. Das Tier konnte damit durchaus ganz gut leben (Problem waren eher die zu stutzenden Krallen) – allerdings wurde beim Röntgen eine Schädigung der Knochen sichtbar – die Kleine hat mit anderthalb Jahren schon Osteoporose.
Der Tierarzt kam recht schnell auf das Thema Ernährung zu sprechen.

Antwort: „Wir haben alles ausprobiert, die Katze frisst leider nur Krabbensalat (im Handel fertig gekauft) und Katzenmilch.“

Ach nein. Jetzt wundere ich mich aber wirklich. Und da soll die Katze Mangelerscheinungen kriegen? Iwoooo….

Wenn alle Mäkelkatzenhalter auf Krabbensalat  umsteigen – hallelujah.

Das arme Tier……

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Katzen würden…. Getreide fressen?

Wer kennt sie nicht, die wilden, über die Felder marodierenden und
nichts außer ein paar Krümel vom Getreide zurücklassenden Katzenhorden, die in den letzten Jahren den Bauern eine Mißernte nach der anderen beschert haben?

Denn so kommt es rüber, wenn man sich mal in die Seiten einer sehr bekannten Katzenfuttermarke mit W einliest:

Zitat:

[…]
Eine gesunde Katzennahrung muss alle Proteine, Fette, Kohlenhydrate Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe enthalten, die die Tiere brauchen. Dabei ist das richtige Verhältnis dieser Nähr- und Vitalstoffe zueinander ebenso wichtig wie deren absolute Menge.
[…]
Katzen werden zwar als Fleischfresser bezeichnet, doch in der Natur ernähren sie sich immer vom ganzen Beutetier mit Haut und Haaren, Knochen, Fleisch und Innereien sowie dem Inhalt von Magen und Darm. Daher kann auch eine reine Fleischfütterung nicht ausgewogen sein. Tatsächlich kommt es bei einer ausschließlichen Fleischfütterung auf Dauer zu schweren Mangelerscheinungen, wie z. B. zu einer Entkalkung der Knochen, in deren Folge das Skelett weich und brüchig wird.
[…]
Mit einer ausgewogenen und ganz auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Ernährung können Katzen bis ins hohe Alter gesund und aktiv bleiben.

(Quelle: Klick, Stand: 08.07.2011)

Jaaaaa, dem letzten Satz stimme ich voll und ganz zu. Ganz auf ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Aber, lieber ungenannter Katzenernährungsexperte, was diese Bedürfnisse sind, da sind wir nicht einer Meinung.

So. Wenn man nun voraussetzen würde, dass Katzen, die Futterpflanzen ihrer Beutetiere brauchen, muss man davon ausgehen, dass sich diese Pflanzen, also vornehmlich wohl Getreide und Früchte, im Beutetier schon vorverdaut finden, also schon bekömmlicher. Katzen sind sehr spezialisierte Fleischfresser, das heißt, sie können Getreide  für sich nicht aufschlüsseln. Es belastet damit den Magen und liefert so gut wie nichts an Nährstoffen. Ist aber natürlich billiger Füllstoff.
Es gibt allerdings auch Quellen, die behaupten, Katzen würden Innereien der Mäuse sogar oft verschmähen. (Quelle, Stand 09.07.11).
Außerdem sind in den Fertigfutterdosen, wie beim BARFEN, Supplemente (sprich: Vitamine etc.) zugesetzt, so dass man sich das Grünzeug wirklich komplett sparen können sollte.

Da ich kein Biologe bin, weiß ich nicht genau, was der Magen und Darminhalt prozentual zum Gewicht des Gesamtbeutetieres, also, als Beispiel, der Gesamtmaus ausmacht. Aber sicher wesentlich weniger als 20%.

Also gut, nehmen wir zum Beispiel Getreide, verdauen es vor, und nehmen es als Bestandteil im Katzenfutter als notwendig oder sogar nützlich hin.

Nun schauen wir aber wieder auf die Seite eben jenes Katzenfutterherstellers: Zitat:

[…] Unsere Feuchtnahrung enthält einen Fleischanteil zwischen 40% und 70 % je nach Marke und Preisklasse[…]  (Quelle, Stand. 09.07.2011)

Ich darf also davon ausgehen, wenn ich als Besitzer von mehr als einer Katze schon aus Gründen der Müllvermeidung lieber die 400g Dosen kaufe, die ja auch meines Wissens nassfuttertechnisch die günstigsten Produkte von W*****s darstellen, dass sich da der Fleischanteil recht nahe an der 40% Marke bewegt. Gleich als nächster, und somit prozentual zweitgrößter Posten ist Getreide aufgeführt….

Bestehen also manche Mäuse im Umfeld von W****s – Produzenten aus geschätzten 35% pflanzlichen Bestandteilen, wie man im Rückschluss auf die zitierte „ausgewogene und auf ihre Bedürfnisse abgestimmte“ Ernährung vermuten lassen? Kann ich mir kaum vorstellen, vielleicht bin ich da aber einfach nicht phantasievoll genug.

Wäre ich eine Katze, würde ich um das  Futter im Supermarkt einen riesigen Bogen machen. Da unsere Miezen das nicht für sich selbst entscheiden können, sind die Katzenhalter in der Pflicht, für sie eine gesunde Ernährung zu gewährleisten. Unsere Kinder ziehen wir ja auch nicht nur mit Fastfood groß.

In diesem Sinne: Guten Hunger!

[Bildquellennachweis oben: Klick]