Frankendosis Blog

Archiv für die Kategorie ‘Tagebuch Angstkatze Maya’

Tagebuch Tage 31 – 35: MIST, zu langsam fürs erste Kuschelbild

Eben lief ich an Majas Zimmer vorbei und dachte mich laust der Affe: Die beiden schwarzen Ladies lagen da auf der breiten Fensterbank und schliefen aneinandergekuschelt: WOOOW!
Ich bin natürlich sofort nach der Kamera gerannt, fand sie nicht, schnappte mir das Handy und ging vorsichtig in den Raum. Leider nicht vorsichtig genug. Maja hüpfte sofort auf um mich abzuschmusen und das Ding in meinen Fingern etwas näher zu betrachten. Blöd gelaufen. Trotzdem, ich bin echt glücklich. Das es mit den beiden nach den Startschwierigkeiten so gut passt, super. Genau das wollte ich ja damit erreichen.

Tom beruhigt sich gaaanz langsam auch wieder. Einen Tag nach dem letzten Posting hatten wir den traurigen Höhepunkt erreicht, er schlug um sich, egal wen er erwischt hat, Lilly, Maja oder uns. Auch bei uns, das war wirklich schlimm. Das hat er noch nie gemacht. Obwohl wir gerade ihn mehr verwöhnt hatten als je zuvor, um ihm klar zu machen, dass er uns genauso wichtig bleiben wird wie er ist.
Das Ende vom Lied war, dass wir tatsächlich zum letzten Mittel griffen und ihn für zehn Minuten ins Bad gesperrt haben, damit er sich etwas beruhigt. Es half. Danach wurde es schlagartig besser. Er faucht zwar noch ab und an, aber meistens schaltet er wieder auf „Sie ist gar nicht da….“

Lilly und Maja sind auf jeden Fall dabei dicke Kumpels zu werden. Ab und an gibt es noch Gefauche, speziell, wenn eine der beiden um eine Ecke gebogen kommt und die andere nicht damit rechnet, aber sonst: sie spielen miteinander, seit heute kuscheln sie auch…. passt doch alles.

Maja hat immer noch recht viel Respekt vor uns, wenn wir uns im Haus bewegen, aber auch dort gibt es Fortschritte. Abends kommt sie mittlerweile regelmäßig aufs Bett, ihre Leckerchen abzuholen, wenn man langsam macht und sich zu ihr runtersetzt, will sie sofort gestreichelt werden, und wenn man sie anpiepst, gehts noch besser.

Wird alles. Ich könnt mich beömmeln vor Freude. Ich hoffe auch, ich kriege mal ein schönes Bild von ihr hin.

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Tagebuch Angstkatze Maja: Tage 17 – 30 Tom, die Diva

Soo, jetzt habe ich schon lange nichts mehr hören lassen.

Maja rennt mittlerweile hier zwischen den beiden anderen herum.

Lilly und sie werden sich auf jeden Fall zusammenraufen, denke ich. Die beiden beschäftigen sich schon gut mit sich selbst und die Faucherei ist mittlerweile auch fast nicht mehr zu hören.

Ganz laaaaaaaaaangsam traut sie sich auch außerhalb ihres Zimmers an uns ran, echt schön das zu sehen. Und wenn sie sich dann mal hergetraut hat, mutiert sie zur absoluten Kampfschmuserin. Ansonsten ist sie aber sehr schreckhaft.

Das Problem ist, dass wir sie kaum von Lilly unterscheiden können. Sie ist von Gesicht, Gesichtsform, Augenform und -farbe total gleich. Sie hat dieselbe Fellzeichnung. Lilly ist etwas größer und etwas mehr breiter :).

Aber wenn man nur eine sieht, ist es sehr schwierig, die Mädels zu unterscheiden. So zum Beispiel heute Nacht. Ich bin halb schlafend zum Örtchen getappt, und dabei „Lilly“ auf dem Kratzbaum liegen sehen. Normalerweise muss ich sie dann immer kurz streicheln, sie fordert das ein. Also bin ich auf sie zu und habe mich sehr gewundert, dass sie mit misstrauischem Blick aufgehüpft ist und sich fluchtbereit gemacht hat. Naja… das war dann wohl Maja, also sie in Ruhe gelassen und wieder ins Bett.

Das Witzige ist, dass selbst Tom, der Zickerich, die beiden kaum unterscheiden kann. Er gibt im Moment die Diva, sobald ihm Maja zu nahe kommt, faucht und knurrt er sehr böse. Allerdings schallert er fast genauso oft, wie er Maja droht, Lilly eine, weil die sich natürlich näher an ihn heran traut. Danach schaut er immer völlig bedröppelt drein.

Aber er ist ja lernfähig. Also geht er jetzt oft um das Mädel vor sich rum, beschnuppert sie eingängig. Dabei entscheidet er dann, ob er knurren muss- wenn es Maja ist – oder eben nicht, wenn es sich um Lilly handelt. Zu lustig. Ich könnt mich jedes Mal wenn ich das sehe wegschmeißen vor Lachen.

Fotos gibt es leider noch keine, heute ist der zwanzigste Versuch, ein schönes Foto zu bekommen, gescheitert. Aber ich versuche es weiter, versprochen.

Die Kleine ist totaaaal süß und hat in dem Monat, den sie jetzt da ist, tolle Fortschritte gemacht.

Tagebuch Angstkatze Maja: Tag 13-16: Kaum zu fassen….

So, nachdem ich jetzt ein paar Tage das Tagebuch schleifen ließ, kriege ich mich heute nicht mehr ein vor Freude.

Vor drei Tagen hatten wir, durch das Anbringen des Gitters, einen größeren Rückschritt, sie kam gar nicht mehr zum Fressen runter, solange ich da war, maunzte nur recht kläglich.Das ging bis gestern so, wurde nur in ganz kleinen Schritten wieder besser.

Lilly fauchte und knurrte auch nur die ganze Zeit rum, so dass die Kleine vor ihr richtig ängstlich wurde. Noch mehr Angst aber hatte sie vor Tom. Der ist mit seinen fünf Kilo Muskelmasse auch eine imposante Katzenerscheinung, geb ich gerne zu.

Der eigentliche Plan war, die beiden schwarzen aneinander zu gewöhnen und dann erst Tom dazu zu lassen. Da machte uns Tom gestern einen fetten Strich durch die Rechnung, er hüpfte nämlich aus Versehen mit mir ins Zimmer. Maja war genau so ängstlich wie neugierig, Tom hingegen, der Straßenschläger, beschnupperte sie kurz und guckte sie sich neugierig an, dann mampfte er erst Mal Leckerchen, die auf dem Tisch lagen und hatte auch sonst so gar keinen Stress damit. Maja schon. Sie zitterte und brummelte vor sich hin, dass der Tisch wackelte. Nach gut einer halben Stunde lockten wir ihn wieder raus.

Heute morgen nun war ich ganz enttäuscht, dass Tom keine Anstalten machte, zu ihr reinzugehen. Raus wollte er auch nicht, dafür war ihm das Wetter zu schlecht. Reintragen funktionierte auch nicht, er hopste einfach wieder raus und legte sich wieder hin. Typisch Tom eben.

Allerdings maunzte sie die ganze Zeit recht kläglich, also saß ich lange bei ihr und hab mich mit ihr „unterhalten“. Plötzlich machte das Minikätzchen einen Satz auf mich zu und schmuste buckelnd meinen Arm ab!!!! Ich lachte und heulte gleichzeitig. Sie hüpfte mir auf den Schoß, schnurrte leise und ließ sich sogar kraulen. Dann schnurrte sie so um mich herum und kriegte sich kaum mehr ein – ich mich auch nicht.

Das ganze klappte zehn Minuten später wieder, als sie mich wieder hermaunzte.

Ich könnte hüpfen!!!! WAAAAAAHHH ist das schön *heul*

Tagebuch Angstkatze Maja: Tag 11: Mehr DREAMIIIIIIIEEES!!!

Ich könnte dieses winzige Kätzchen nur noch knutschen zur Zeit.

Seit gestern abend frisst sie nicht nur ihren knappen halben Meter neben mir, sondern nimmt mir Dreamies und Sahne aus der Hand!!! Ich war ja sowas von baff, unglaublich. Gut, sie wartet vorher ab, bis die Hand ganz still liegt, aber dann mampft sie. Es ist unglaublich, wieviele Dreamies in so ein Minitier passen. 😀

Danach dachte ich mir, sind wir mal ganz mutig und spielen Bällchen. Und siehe da, Maja rennt nach einer Aufwärmphase ganz aufgeregt dem Bällchen nach! So ging das gestern abend durchs ganze Zimmer. Ich durfte natürlich nicht zu nahe kommen, und musste ich den Ball irgendwo vorstöbern, flüchtete sie auf ihren Stammplatz. Aber das ist okay.

Heute klappte es leider nicht ganz so gut, weil ich mir beim Bällchen wiederholen den Schädel von unten an die Tischplatte gedonnert habe, das brachte sie dann doch etwas aus dem Konzept. Sie war einfach zu nervös danach. Wir versuchen es morgen weiter.

Außerdem finde ich es ja zu putzig, wie sie zwar generell IMMER faucht, wenn ich den Raum betrete, aber eigentlich schon auf mich (oder auch ihr Futter, wie man es sehen mag) zugerannt kommt und erst in der Hälfte des Weges stehen bleibt.

Raus würde sie seit heute auch am liebsten, immer, wenn ich die Tür öffne, kriegt Maja einen Giraffenhals und große Augen.  Auch wenn man vor dem Fenster entlang geht, hat sie keine Angst mehr.

Das werden wir vielleicht Ende der Woche in Angriff nehmen, mal sehen, wie weit sich unsere Paarbeziehung bis dahin entwickelt hat :D.

Tagebuch Angstkatze Maja: Tag 10: Ich bin ja schon beruhigt – hör auf zu lesen!!!

Soooo, Maja und ich sind wieder ein paar Schrittchen weiter, obwohl sie es heute Nachmittag nicht mehr zugegeben haben will.

Die letzten zwei Tage hat sie begonnen, mich anzuschnattern. Wir können uns sogar schon ganz gut verständigen. „Mi“ heißt „Ich hab mich abgeregt, hör endlich auf zu lesen und guck nach mir“. „Mi“ heißt aber auch „Nee, geh noch nicht, allein ist so langweilig, guck mal, die Fliege, spannend, nicht?“

Außerdem kam sie die letzten zwei Mahlzeiten runter von ihrem erhöhten Platz und mampfte einen halben Meter neben mir. Ich war ja ganz baff. Und soooooooooowas von glücklich.

Heute Mittag hat sie dann allerdings beschlossen, mal wieder vorsichtig zu sein.

Na, soll sie, das wird hoffentlich noch. Ich freu mich auf jeden Fall über die Fortschrittchen, auch wenn sie ab und an wieder welche zurück geht.

Tagebuch Angstkatze Maja: Tag 4 – es scheint aufwärts zu gehen.

Allerdings geht es seeehr langsam.

Gestern Abend war für uns furchtbar. Das Kätzchen hat kapiert, dass man sie in der Nacht in Frieden lässt und hat das genutzt, um ganz jämmerlich zu weinen, kaum, dass bei uns das Licht aus war.

Man würde sie ja so gerne trösten, es ist ja auch klar. Sie kennt nichts anderes außer das Tierheim. Plötzlich sind die Katzenkumpels weg, die gewohnte Umgebung, nur noch gruselige Menschen und sie, die wirklich unglaublich kleine Miez.

Wir haben sie also in Ruhe gelassen und anscheinend war das auch ganz gut. Sie hatte heute morgen das ganze Schüsselchen Futter und zusätzlich die Katzenaufzuchtmilch komplett geleert.

Das Futter wieder loszuwerden klappt inzwischen auch ganz gut. Das Klöchen ist voll.

Heute morgen dann die Schrecksekunde beiderseits. Ich kam ins Katzenzimmer, Frühstück in der Hand und sie saß, obwohl wir seit dem Aufstehen nicht eben leise waren, vorne auf der Fensterbank. Ich war so erschrocken, dass ich nicht, wie es vernünftig gewesen wäre weggucken konnte. Sie hat mich genauso angeschaut, wie das Kaninchen die Schlange und hüpfte nach eben jener Schrecksekunde wieder an ihren Stammplatz hinterm Radio. Also bewegte ich mich gaaanz langsam, mit dem Napf in der Hand weiter durch den Raum, um ihn vor ihrem Versteck abzustellen, wie immer.

Nun wusste sie ja, dass ich gesehen habe, wo sie sitzt. Also fauchte sie höchst beeindruckend *hüstel*. Als ich dann noch einen Finger breit näher kam, um mir (mit ausgestrecktem Arm, wirklich so weit weg wie möglich, ließ sie ein klägliches „Mau“ hören. Ich hatte in dieser Sekunde aber mein Ziel, den alten Napf erreicht und konnte die Hand zurückziehen. Dann verließ ich das Zimmer wieder, recht langsam und leise.
Mich beruhigt schon, dass sie nicht mehr wie angetackert und einbetoniert in ein und derselben Stellung in ihrem Versteck sitzt. Das bestätigte sich heute wieder. Als ich nach Hause kam, schaute ich erst mal vorsichtig durchs Fenster – sie saß nicht in ihrem Winkelchen. Gut, als ich meine Miezen begrüßt hatte, natürlich wieder, aber man muss auch für kleine Fortschritte dankbar sein.

Tagebuch: Angstkatze Maja: Tag 3: Sie frisst!!

Soo, Maja sollte nun doch mit „j“ geschrieben werden. Meinem Freund war die Variante „Biene Maja“ lieber als die der steinalten Hochkultur. 😀

Heute Morgen sind uns mehrere Gebirge vom Herzen geplumpst, denn Maja war heute nacht unterwegs und hat sogar gefressen.

Das sie unterwegs war, sieht man ziemlich deutlich an einem Softbällchen, dass sie durch die Gegend gekegelt haben muss.

Von ihrem reichhaltigen Nahrungsangebot hat sie wenigstens ein bisschen was angenommen: ganz wenig Thunfisch, etwas von einer Nassfuttersorte, eine Sorte Leckerchen fehlte komplett. Was uns aber am meisten freut, ist, dass sie die Aufzuchtmilch leergeschlabbert hat. So bekommt sie doch zusätzlich wichtige Nährstoffe, die nach der längeren Abstinenz bestimmt fehlten.

Also, nun kann es doch nur noch aufwärts gehen – hoffentlich.

[Edit: Jetzt hab ich das gestern geschrieben, und vergessen zu publizieren, ich Depp – mea Culpa]