Frankendosis Blog

Archiv für September, 2011

Tagebuch Angstkatze Maja: Tag 6: Sie hat zurückgeblinzelt, ich schwör

Sooo, und auch heute wieder das Neueste von Maja, dem Angstkätzchen.

Nachdem ich nachmittags in Majas Zimmer kam, saß sie nicht mehr in ihrem Versteck. Vor mich hinpiepsend machte ich also ihr Katzenklo und hörte es im Karton unterm Tisch rascheln – aha.

Ich nutzte die Gelegenheit gleich, um ihr ins Standardversteck ein kuscheliges Handtuch zu legen.

Danach piepte ich weiter, während ich den doofen Sitzsack aus dem Zimmer raus, und eine Luftmatratze (die geeigneter zum Drauflegen ist, weil sie nicht raschelt) rein. Das Rascheln vom Sitzsack fand Maja dann wohl doch recht beängstigend, also hüpfte sie aus ihrem Versteck in noch ein anderes, von dem aus sie mich aber wenigstens mal beobachten konnte – und ich sie umgekehrt auch. Sie machte sich also klein, ich setzte mich rein zum vorlesen und las und blinzelte und piepte sie fröhlich an. Und ich schwöre, sie hat zurückgeblinzelt, nach einer Zeit.So ging das heute ein paar Mal.

Allerdings guckte sie dann auch mal eine ganze Zeit gar nicht her, was das heißt, bin ich mir nun nicht sicher. Ich schwanke zwischen „Ist mir egal, was die Alte da macht“ „So gefährlich ist sie gar nicht, also guck ich mal ausm Fenster, ich muss sie nicht die ganze Zeit anpeilen“ oder „Wenn ich sie nicht seh, ist sie nicht da“. Wenn mir das einer übersetzen kann, bitte ich um einen Kommentar oder so.

Das würde mich doch interessieren. Ist vielleicht fürs weitere Vorgehen auch nicht ganz so uninteressant, nicht?

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Tagebuch Angstkatze Maja: Tag 5: Sturz der Titanen, der Hörgenuss schlechthin

Eigentlich wollte ich damit ja noch zwei Tage warten.

Aber nachdem sich die Kleine offensichtlich frei im Raum bewegt, wenn wir nicht da sind, und immer noch gut frisst, solange das Zeug nur mit Gelee ist, dachte ich, man könnte den Versuch wagen, weiterzugehen.
Apropos Gelee: Jetzt haben wir das Zeug Lilly eeeendlich abgewöhnt, fängt die nächste an. 😀

Gedacht, getan: Ich habe mir das Buch geschnappt, mich in den Sichtbereich der Süßen gesetzt und angefangen zu lesen. Ich hab leider nicht gesehen, ob sie durch ihren Vorhang ab und an mal hergeschaut hat, ist etwas schwierig zu erkennen.

Allerdings war das Buch dann doch.. nicht ganz so geeignet. Egal, ich lese es eben im Moment. Es geht, wie die Überschrift schon verrät, um „Sturz der Titanen“, Ken Follets Saga, die in der Zeit des Ersten Weltkrieges handelt.

Es hatte doch etwas ungewollt komisches, so Sätze wie “ „Hängt den Kaiser“, skandierten die Männer.“ in Dutzidutzi- Sprache und Tonhöhe vorzulesen. Wenn mich jemand außer der Katze gehört hätte, der wäre vor Lachen vom Stuhl gekippt, nehme ich an. Maja fand es anscheinend nicht wirklich komisch, zumindest hörte ich nix hinter dem Vorhang kichern.

Bisher hat sich daraus logischerweise noch nicht viel ergeben, wir bleiben weiter dran.

Tagebuch Angstkatze Maja: Tag 4 – es scheint aufwärts zu gehen.

Allerdings geht es seeehr langsam.

Gestern Abend war für uns furchtbar. Das Kätzchen hat kapiert, dass man sie in der Nacht in Frieden lässt und hat das genutzt, um ganz jämmerlich zu weinen, kaum, dass bei uns das Licht aus war.

Man würde sie ja so gerne trösten, es ist ja auch klar. Sie kennt nichts anderes außer das Tierheim. Plötzlich sind die Katzenkumpels weg, die gewohnte Umgebung, nur noch gruselige Menschen und sie, die wirklich unglaublich kleine Miez.

Wir haben sie also in Ruhe gelassen und anscheinend war das auch ganz gut. Sie hatte heute morgen das ganze Schüsselchen Futter und zusätzlich die Katzenaufzuchtmilch komplett geleert.

Das Futter wieder loszuwerden klappt inzwischen auch ganz gut. Das Klöchen ist voll.

Heute morgen dann die Schrecksekunde beiderseits. Ich kam ins Katzenzimmer, Frühstück in der Hand und sie saß, obwohl wir seit dem Aufstehen nicht eben leise waren, vorne auf der Fensterbank. Ich war so erschrocken, dass ich nicht, wie es vernünftig gewesen wäre weggucken konnte. Sie hat mich genauso angeschaut, wie das Kaninchen die Schlange und hüpfte nach eben jener Schrecksekunde wieder an ihren Stammplatz hinterm Radio. Also bewegte ich mich gaaanz langsam, mit dem Napf in der Hand weiter durch den Raum, um ihn vor ihrem Versteck abzustellen, wie immer.

Nun wusste sie ja, dass ich gesehen habe, wo sie sitzt. Also fauchte sie höchst beeindruckend *hüstel*. Als ich dann noch einen Finger breit näher kam, um mir (mit ausgestrecktem Arm, wirklich so weit weg wie möglich, ließ sie ein klägliches „Mau“ hören. Ich hatte in dieser Sekunde aber mein Ziel, den alten Napf erreicht und konnte die Hand zurückziehen. Dann verließ ich das Zimmer wieder, recht langsam und leise.
Mich beruhigt schon, dass sie nicht mehr wie angetackert und einbetoniert in ein und derselben Stellung in ihrem Versteck sitzt. Das bestätigte sich heute wieder. Als ich nach Hause kam, schaute ich erst mal vorsichtig durchs Fenster – sie saß nicht in ihrem Winkelchen. Gut, als ich meine Miezen begrüßt hatte, natürlich wieder, aber man muss auch für kleine Fortschritte dankbar sein.

Tagebuch: Angstkatze Maja: Tag 3: Sie frisst!!

Soo, Maja sollte nun doch mit „j“ geschrieben werden. Meinem Freund war die Variante „Biene Maja“ lieber als die der steinalten Hochkultur. 😀

Heute Morgen sind uns mehrere Gebirge vom Herzen geplumpst, denn Maja war heute nacht unterwegs und hat sogar gefressen.

Das sie unterwegs war, sieht man ziemlich deutlich an einem Softbällchen, dass sie durch die Gegend gekegelt haben muss.

Von ihrem reichhaltigen Nahrungsangebot hat sie wenigstens ein bisschen was angenommen: ganz wenig Thunfisch, etwas von einer Nassfuttersorte, eine Sorte Leckerchen fehlte komplett. Was uns aber am meisten freut, ist, dass sie die Aufzuchtmilch leergeschlabbert hat. So bekommt sie doch zusätzlich wichtige Nährstoffe, die nach der längeren Abstinenz bestimmt fehlten.

Also, nun kann es doch nur noch aufwärts gehen – hoffentlich.

[Edit: Jetzt hab ich das gestern geschrieben, und vergessen zu publizieren, ich Depp – mea Culpa]

Tagebuch: Angstkatze Maja: Die ersten 30 Stunden…

…waren doch von einigen Tiefschlägen geprägt.

Am meisten besorgt uns, dass die Kleine immer noch nichts gefressen hat. Deshalb haben wir jetzt, auf Ballis Tipp hin, ALLES aufgefahren, was wir haben:

3 Sorten Nassfutter
1 Sorte Trockenfutter, die bei uns normalerweise nur als Leckerchen gegeben wird
1 Scheibe Butter
1 Portion Katzenaufzuchtmilch (steht Lilly total drauf)
1 Eigelb
1 Dose Thunfisch
2 Sorten Leckerchen

Oh Mann, irgendwas davon muss sie doch anlachen – da lief ja sogar mir das Wasser im Mund zusammen. Gut, nicht gerade bei dem Katzenfutter 🙂

Kenny heißt jetzt Maja

So, wir haben wenigstens mal einen Namen für die Kleine, bei der es wohl seeeeehr lange dauern wird, bis sie auftaut.

Uns wär schon geholfen, wenn sie mal fressen würde.

To be continued….

Kenny ist DAAAAAAA!!

Endlich ist es so weit. Ich hab unsere Kenny aus dem Tierheim abgeholt, wo sie wegen des Bluttestes vorher noch etwas länger hatte bleiben müssen.

Bilder gibts noch keine, die Katze ist uuunglaublich schisserig, hat zu Menschen so gar keinen Bezug. Wer sich Kenny vorstellen will, gucke sich die Bilder von Lilly an. Das kommt ganz gut hin :D.

In den letzten Tagen habe ich Ballis und Biancas Foreneintrag zum Thema langsame Zusammenführung regelrecht auswendig gelernt, da Kenny noch so eine ist, die, um Balli zu zitieren, vor Angst platt wie eine Flunder am Katzenbettchen festklebt.

Sie kam also in einen eigens für sie aus- und aufgeräumten Raum, in dem ein Katzenklo, Kuschelhöhlen, Spielzeug und weiß der Fuchs was noch rumliegen. Ein Snack und Wasser sind natürlich auch vorhanden.
Dort lasse ich sie jetzt mal ne Weile in Ruhe ankommen. Auch wenn das ganz schön schwer ist. 😉

Ach ja. Kenny finde ich für ein Mädel keinen wirklich gelungenen Namen – bitte beschmeißt mich mit Vorschlägen, ja?

Über Fortschritte jedweder Art berichte ich natürlich sofort.

Herzlich willkommen kleine Kenny.