Frankendosis Blog

Archiv für August, 2011

Sonnenstich?!

Unsere beiden hier sticht, seit wir vom Urlaub wieder da sind, offensichtlich der heilige Hafer.
Gut, zugegeben. Wir waren eine Woche nicht da. Und Tom durfte daher eine Woche nicht raus. Ansonsten waren die beiden von der Schwägerin des Vertrauens versorgt… und einmal müssen wir uns ja auch von den beiden erholen.

So zumindest der Plan. In der Realität sah das jedes Mal abends im Hotelzimmer ungefähr so aus: Zwei bedrückte Mienen, keiner hatte so recht noch auf irgendwas Lust, beide am Seufzen und so ca alle drei Minuten die Frage, wie es den beiden wohl grad geht. Alternativ auch „Keiner kommt zum Leckerli abholen….“ oder „Das ist soooo leer hier….“

Als wir zuhause ankamen, morgens um drei, total im Eimer, wurden wir stürmisch begrüßt und beschmust, alles ok. Als sich drei Tage später allerdings alles wieder eingependelt hatte, merkte man doch, dass da wohl einiges vorgefallen war.

Tom interessiert sich plötzlich so gar nicht mehr für Lilly, früher spielte er ca anderthalb Stunden am Tag mit ihr, putzte sie ab und an. Heute kriegt sie eine geballert, wenn sie nur an ihm vorbei geht.

Das Imperium schlägt natürlich zurück – mit retour Dominanzgehabe. „Wenn du dein Würstchen nicht verbuddeln kannst, verbuddel ich meins auch nicht mehr.“ Und das bei den Temperaturen, vielen Dank auch.

Der Kater ist ohnehin, auch zu uns, wesentlich aufsässiger. „Ausgehzeiten? Welche Ausgehzeiten? Ich komm wenns mir passt.“ „Aaaaach, da darf ich nicht drauf? Ich KANN aber, das reicht mir auch“. Und das bei einem normalerweise ultrabraven Katertier.

Lilly dagegen hängt nur so rum. Maunzt einen zwar die ganze Zeit an, clickern klappt auch noch ganz gut, aber Rennspiele will sie grad nicht machen. Das hängt aber wohl (hoffentlich) auch an den Temperaturen.

Kuscheln ist immer noch, aber nur, weil das noch so läuft wie früher, Tom schläft, Lilly nutzt die Gunst der Stunde, schleicht sich an ihn ran und kuschelt sich dazu.

Bitte lieber Gott, wirf nicht nur Sonne sondern auch n bisschen Normalität runter!!! (Dafür kannste die Sonne auch die nächsten Wochen für dich behalten – lieber Regen und normale Katzen)

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Verhältnisse wie vor 200 Jahren – Bauernhofkatzen

Vorweg:
Bauernhöfe, die ihre Katzen artgerecht halten, mögen sich bitte nicht angesprochen fühlen. Meine Erfahrung ist leider, dass diese einen so geringen Prozentsatz ausmachen, dass ich keine große Angst habe, diesen Artikel mit einer so generalisierenden Überschrift zu veröffentlichen. Es werden recht wenige sein, die sich hier ungerecht behandelt fühlen-leider.

Alle anderen: Tut endlich was!! Und solltet ihr zufällig mit mir verwandt sein und euch angesprochen fühlen: IHR SEID ANGESPROCHEN!!

Das Katzenelend in Deutschland wird immer schlimmer.

Hauptverantwortlich sind meiner Meinung nach vor allem Vermehrer, ahnungslose Katzenhalter und Bauernhöfe.

Der Rest wird zu einem anderen Zeitpunkt abgewatscht, heute sind die Bauern dran.

Wir leben nicht mehr um 1900 rum. Heutzutage gibt es Erkenntnisse zur artgerechten Tierhaltung. Bei Kühen zum Beispiel kann ich das nun schlecht beurteilen.

Allerdings werden auch Katzen dort  rein als Nutztiere gesehen. Übersehen wird, das gerade Katzen, wie auch Hunde sehr menschenbezogen sind. Und so domestiziert, dass sie die Menschen brauchen, um ein artgerechtes Leben zu führen.

Denn wenn Katzen ab sechs Monate schon Kätzchen bekommen können, heißt das noch lange nicht, dass sie es auch sollten. Sie sind selbst bis über ein Jahr noch Kinder bzw. Teenager. Bloß weil Menschen mittlerweile mit 13  schwanger werden können, kommt in unserer westlichen Welt keiner drauf, sie dazu zu ermutigen. Das liegt unter anderem daran, dass sie mit der Kindererziehung einfach überfordert sind. Genauso geht es den Katzen. Sie können ihre Jungen dann oft nicht ernähren oder verlieren das Interesse an ihnen und lassen sie allein.

Erster Punkt: Leute, es gibt genug Katzen, wenn ihr eure kastrieren lasst, und sie irgendwann (hoffentlich an Altersschwäche) stirbt, findet ihr bestimmt wieder eine. Und, ganz extreme könnten sich auch sparen, die Jungen zu erschlagen oder ersäufen. Erstens muss man sie dann nicht entsorgen, die Kinder heulen nicht so laut und man verstößt nicht gegen das Gesetz. Katzen vorsätzlich zu töten ist illegal. Nicht davon zu reden, dass es grausam ist, fühlende Wesen vorsätzlich zu töten, nur weil sie grad lästig werden und schon genug davon da sind.

Außerdem dürfte seit mindestens 30 Jahren bewiesen sein, dass Katzen auch noch ihren „Nutzen“, das Mäusefangen, erledigen, wenn sie kastriert sind. Hat darauf überhaupt keinen Einfluß.

Wo wir gerade beim Mäusefangen sind: Katzen, die nichts oder nur Mist (ja, auch Brekkies sind Mist, genau wie Essensreste oder Milch) in ungenügender Menge zu fressen bekommen, fangen sie NICHT mehr oder besser Mäuse.

Denn: Katzen trainieren ihre Jagdfähigkeiten, ob sie hungrig sind oder nicht und auch ob sie kastriert sind oder nicht. Und zwar in gleichem Maße. Nur sind satte Katzen geduldiger und konzentrierter. Daher in der Mäusejagd auch erfolgreicher. Und kastrierte Katzen sind weniger durch ihre Hormone abgelenkt.

Zweiter Punkt: Zur artgerechten Tierhaltung gehört auch tierärztliche Versorgung. Und die Ausrede, der Tierarzt sei immer grad dann da, wenn die Katzen nicht da sind oder andersrum zählen nicht.

Kranke Katzen gehören zum Tierarzt, idealerweise zum Kleintierarzt, weil dem durchschnittliche „Viehdoc“ so „Miniviecher“ doch etwas zu mini sind. Will sagen: Jeder Tierarzt spezialisiert sich in unterschiedlichem Maße, und ein Großtierarzt kennt sich halt mit Kühen besser aus als mit Katzen.

Auch Flöhe und andere Parasiten wollen behandelt werden. Und Freigänger allgemein holen sich die halt schnell mal.

Außerdem haben besagte Bauernhöfe nur ein Kopfschütteln für die Manier übrig, Katzen gegen bestimmte Krankheiten impfen zu lassen. Das führt zur Ausbreitung der Krankheiten wie z.B Katzenschnupfen, um so mehr, wenn es sich noch um unkastrierte Katzen handelt. Die Übertragung beim Geschlechtsverkehr ist nicht zu unterschätzen.

Und schlussendlich ist es im Grunde nicht unhygienisch, Katzen ins Haus zu lassen. Zahme Katzen brauchen den Kontakt zu „ihren“ Menschen genauso wie zu ihren Artgenossen.

Klar, wenn das Tier tränende, rote Augen, vor Milben schwarze Ohren hat und man die Flöhe schon mit bloßem Auge auf der Mieze Samba tanzen sieht, hat man dazu vielleicht wenig Lust. Da kann ich nur wieder eindringlichst an den Tierarzt verweisen. Und sollten sich manche wundern, dass die Mieze echt extrem müffelt würde dort wieder die Kastration als Lösung greifen. Rechtzeitig kastrierte Kater markieren nämlich nicht.

Komisch daran ist nur, dass bei einer kranken Kuh zumindest ein Tierarzt geholt wird. Bei Kühen wird auch kontrolliert, ob und wann sie trächtig werden. Und schlußendlich werden keine Kühe tot geschlagen, weil sie lästig werden. Warum klappt es dort und bei Katzen nicht??

Ich verstehs nicht. Muss ich auch nicht, glaube ich.